Tim Zimmermann Vizemeister im ADAC GT Masters

Tim Zimmermann und Leyton Fourie beenden die Saison im ADAC GT Masters erneut als Vizemeister. Beim großen Saisonfinale auf dem Hockenheimring musste sich das BMW-Duo von FK Performance nur dem Lamborghini von Felix Hirsiger und Finn Zulauf geschlagen geben. Einen weiteren Grund zur Freude gab es auch noch: FK Performance sicherte sich den Meistertitel in der Teamwertung.

Als das Feld des ADAC GT Masters am Sonntagnachmittag zum zwölften und gleichzeitig letzten Mal in dieser Saison über die Ziellinie raste, war die Reihenfolge dieselbe, wie sie es am Ende auch in der Meisterschaft sein sollte. Tim Zimmermann und Leyton Fourie mussten sich im letzten Lauf und in der Gesamtwertung dem Lamborghini-Duo Felix Hirsiger und Finn Zulauf geschlagen geben. „Zunächst einmal möchte ich den beiden ganz herzlich zur Meisterschaft gratulieren. Sie haben über die gesamte Saison eine starke Leistung gezeigt und sich den Titel verdient“, zeigte sich Zimmermann als fairer Verlierer. Ganz ohne Bedauern ging der 30-Jährige allerdings nicht aus dem letzten Rennwochenende. „Natürlich hätten wir den Titel sehr gerne selbst geholt. Aber der Lamborghini war auch hier in Hockenheim wieder das schnellere Auto. Wir haben alles versucht, konnten den Rückstand am Ende aber nicht mehr aufholen.“

Das letzte Rennwochenende der Saison hatte für Zimmermann und seinen Teamkollegen Leyton Fourie alles andere als optimal begonnen. Im Qualifying am Samstagmorgen sorgte Regen für schwierige Bedingungen. Zimmermann fand auf nasser Strecke nicht die Pace, die er sich erhofft hatte. Als der Asphalt langsam abzutrocknen begann, setzten die BMW auf Slicks und hofften auf eine deutliche Verbesserung der Streckenverhältnisse. Doch die Rechnung ging nicht auf. In den verbleibenden 20 Minuten trocknete die Strecke nicht ausreichend ab, um mit den profillosen Reifen schnellere Rundenzeiten erzielen zu können. Für Zimmermann blieb damit nur Startplatz elf. „Im Nassen habe ich einfach nicht den richtigen Rhythmus gefunden. Als die Strecke dann langsam abtrocknete, haben wir mit den Slicks ein bisschen gepokert. Das war aus meiner Sicht auch die richtige Entscheidung, nur leider hat uns am Ende die Zeit gefehlt, damit sich das auszahlt“, erklärte Zimmermann.

Im Rennen zeigte der Langenargener dann allerdings, dass mit ihm und seinem BMW M4 GT3 Evo durchaus zu rechnen war. Schon in den ersten Runden machte Zimmermann mehrere Positionen gut und brachte sich wieder in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Teamkollege Fourie setzte die Aufholjagd nach dem Fahrerwechsel fort und brachte den BMW von FK Performance schließlich auf Rang sechs ins Ziel. Damit hatte das Duo zumindest den Schaden begrenzt, auch wenn die Ausgangslage im Kampf um die Meisterschaft vor dem letzten Rennen nicht einfacher geworden war. „Wir wussten, dass wir von Platz elf aus einiges aufholen mussten. Mein Start war gut und ich konnte direkt ein paar Positionen gewinnen. Leyton hat danach ebenfalls einen starken Job gemacht. Mit Platz sechs konnten wir nach diesem Qualifying noch einigermaßen zufrieden sein“, sagte Zimmermann.

Am Sonntag lief es dann deutlich besser. Fourie sicherte sich im Qualifying den fünften Startplatz und damit eine gute Ausgangsposition für das Saisonfinale. Allerdings wurde der Südafrikaner bereits in den ersten Runden in eine Rangelei verwickelt und verlor zunächst an Boden. Fourie ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen, kämpfte sich wieder nach vorne und übergab den BMW schließlich auf dem zweiten Platz an Zimmermann. „Leyton hat das wirklich stark gemacht. Nach den ersten Runden sah es nicht unbedingt danach aus, dass wir noch um das Podium fahren würden. Aber er hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und uns wieder ganz nach vorne gebracht. Das war eine richtig gute Leistung“, lobte Zimmermann seinen Teamkollegen.

Der Langenargener nahm die Verfolgung der führenden Lamborghini-Piloten auf, musste allerdings schnell feststellen, dass an diesem Nachmittag gegen Hirsiger und Zulauf kein Kraut gewachsen war. Trotz aller Bemühungen gelang es Zimmermann nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Nach der letzten Zieldurchfahrt der Saison stand damit Platz zwei auf dem Podium und gleichzeitig die Vizemeisterschaft im ADAC GT Masters fest. „Ich habe natürlich versucht, noch einmal alles herauszuholen. Aber wir hatten einfach nicht die Pace, um den Lamborghini ernsthaft unter Druck zu setzen. Mehr als Platz zwei war an diesem Tag für uns nicht drin. Wenn man so knapp vor dem Titel steht, ist das natürlich erst einmal enttäuschend“, erklärte der 30-Jährige.

Mit dem zweiten Platz in Hockenheim fand das letzte Rennwochenende für Zimmermann und Fourie dennoch einen versöhnlichen Abschluss. Gleichzeitig wiederholte Zimmermann seinen Erfolg aus dem Vorjahr, als er ebenfalls als Vizemeister die Saison beendet hatte. Ganz ohne Meistertitel musste das Team die Heimreise aus Hockenheim allerdings nicht antreten. Denn FK Performance sicherte sich die Meisterschaft in der Teamwertung und durfte damit am Ende doch noch ausgiebig feiern. „Wir dürfen bei aller Enttäuschung nicht vergessen, was wir in dieser Saison geleistet haben. Wir haben Rennen gewonnen, bis zum Schluss um die Meisterschaft gekämpft und am Ende erneut den zweiten Platz geholt. Und dass FK Performance jetzt Teammeister ist, freut mich ganz besonders. Die gesamte Mannschaft hat das ganze Jahr über unglaublich hart gearbeitet und sich diesen Titel absolut verdient. Natürlich möchte ich irgendwann auch die Fahrermeisterschaft gewinnen. Aber jetzt können wir erst einmal stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben.“

Fotos: Gruppe C Photography