Zimmermann kann sich selbst beschenken

Im vergangenen Jahr wurde Tim Zimmermann Vizemeister im ADAC GT Masters, den Titel des Rookie-Champions hat sich der Langenargener ebenfalls schon gesichert. Nun greift er nach dem großen Titel: Als Zweiter der Gesamtwertung kann Zimmermann am kommenden Wochenende (4. bis 6. September) auf dem Salzburgring einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft machen – und sich am Sonntag mit einem Rennsieg selbst zum 30. Geburtstag beschenken.

Das erste motorisierte Erfolgserlebnis feierte Zimmermann bereits Anfang der Woche. Der 29-Jährige bestand die Prüfung für seinen Motorradführerschein und ist nun auch auf zwei Rädern in der Bodenseeregion unterwegs. „Das hatte ich schon lange auf meiner Agenda“, lacht Zimmermann. „Ein bisschen hat mich das Motorradthema auch abgelenkt, damit ich mich am kommenden Wochenende komplett auf die vier Räder konzentrieren kann.“

Denn für Tim Zimmermann und seinen Teamkollegen Leyton Fourie geht es am Salzburgring immer mehr um die Meisterschaft. Bei noch vier ausstehenden Läufen im ADAC GT Masters hat das deutsch-südafrikanische BMW-Duo nur einen Zähler Rückstand auf die Gesamtführenden Felix Hirsiger und Finn Zulauf im Lamborghini. Während Hirsiger und Zulauf mehr Siege auf dem Konto haben, punktete der orange BMW M4 GT3 bislang konstanter. „Das spielt natürlich für die Strategie eine Rolle, auch wenn wir jedes Rennen gewinnen wollen“, gibt Zimmermann zu. „Vermutlich wird das Team Meister, das den Spagat zwischen Risiko und Sicherheit am besten hinbekommt.“

Der Salzburgring steht erst zum zweiten Mal im Programm des ADAC GT Masters. Zimmermann und Fourie können dort auf eine gute Bilanz zurückblicken. Im vergangenen Jahr gewannen sie das Sonntagsrennen, nachdem sie am verregneten Samstag Sechste geworden waren. Die Wetterprognose deutet erneut auf einen nassen Samstag und eher trockene Bedingungen am Sonntag hin. Für Zimmermann spricht das Wetter aber „nicht unbedingt für den BMW oder den Lamborghini“, wie er sagt. „Ich denke, sehr viel wird darauf ankommen, wie gut die Gesamtpakete im Rahmen der Balance of Performance funktionieren. Ich wünsche mir einfach ein faires Rennen mit zwei gleichwertigen Autos.“

Die Strecke vor den Toren Salzburgs gilt zudem als echte Fahrerstrecke. Der schnelle Kurs bietet nur wenige Auslaufzonen, dafür viel Kies, und verzeiht kaum Fehler. Dass beide Läufe als Endurance-Rennen mit zwei Boxenstopps inklusive Fahrerwechseln sowie einem Reifenwechsel ausgetragen werden, sorgt für zusätzliche Spannung. „Das wird dann auch ein Reifenthema, vor allem wenn es warm ist“, weiß Zimmermann. „Ich freue mich jetzt einfach auf die beiden Läufe und weiß, dass es dem gesamten Team genauso geht.“

Für FK Performance Motorsport geht es neben der Fahrer- auch um die Teamwertung. Dort haben die Vizemeister der Vorsaison satte 39 Punkte Vorsprung auf das Haupt Racing Team. „Mit einem Vorsprung wollen wir natürlich in das Saisonfinale in Hockenheim gehen, das ist klar“, gibt sich Zimmermann kämpferisch. „Das gilt sowohl für das Team als auch für Leyton und mich. Ich weiß, dass viele Leute zu Hause und an der Strecke die Daumen drücken. Das motiviert mich zusätzlich.“

Beide Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils um 14.05 Uhr. Den Samstagslauf überträgt SPORT1 live im Free-TV. Beide Rennen sind außerdem bei Joyn, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal von ADAC Motorsport zu sehen.

Foto: Gruppe C Photography