Das Rennen um die Meisterschaft bleibt spannend

Nach einem dritten und einem fünften Platz am Nürburgring finden sich der Langenargener Rennfahrer Tim Zimmermann und sein Teamkollege Leyton Fourie mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang zwei der Gesamtwertung des ADAC GT Masters wieder. Nach einem Rennwochenende, das nicht ganz nach dem Geschmack des erfolgreichen FK-Performance-Teams verlief, zeigt sich Zimmermann dennoch zufrieden.

Zum Start ins Wochenende bot sich den Zuschauern am Nürburgring das erwartete Bild. Die beiden bislang dominierenden Teams der Saison belegten die ersten Startplätze. Tim Zimmermanns Teamkollege Leyton Fourie gingen hinter dem Lamborghini von Engstler Motorsport ins Rennen. Dieser erwischte jedoch den besseren Start und setzte sich an der Spitze ab, während Fourie zunächst mit Rang vier Vorlieb nehmen musste. „Das war sicherlich dem Erfolgsballast von 20 Kilogramm geschuldet, den wir durch den Rennsieg am Lausitzring im Auto hatten“, erklärte Zimmermann, der den BMW anschließend auf Rang drei übernahm und diese Position auch bis ins Ziel verteidigte. „Damit waren wir eigentlich ganz zufrieden.“

Das Qualifying am Sonntag versetzte die BMW-Crew dann doch etwas mehr ins Staunen. Zimmermann fand sich auf dem achten Startplatz wieder, der Engstler-Lamborghini von Finn Zulauf und Felix Hirsiger startete eine Position davor. Während Aston Martin, Porsche und Ford am Vortag noch kaum eine Rolle im Kampf um den Sieg gespielt hatten, fanden sich diese Marken plötzlich ganz vorne wieder. „Da wurde nach dem Samstagsrennen noch einmal die Balance of Performance nachjustiert“, erklärte Zimmermann, der nun mit deutlich weniger Dampf auf dem Kessel über den Nürburgring jagte. „Wir haben dann einfach versucht, das Beste aus der Situation zu machen.“

Das Beste bedeutete in diesem Fall, gleich am Start einen Platz gutzumachen und den Rückstand auf die Podiumsplätze möglichst gering zu halten. Das gelang dem 29-jährigen Langenargener, der in seiner letzten Runde noch einmal alles aus seinem BMW M4 GT3 Evo herausholte und Fourie damit die Chance gab, den Boliden kurz nach der Boxenausfahrt auf Platz fünf zu bringen. „Da hat das ganze Team hervorragend gearbeitet. So konnten wir an diesem Tag noch das Maximum herausholen“, zeigte sich Zimmermann zufrieden. Das Podium war zwar außer Reichweite, doch auch von hinten drohte bis zum Ziel keine Gefahr mehr. „Wir sind durch unsere Rennsiege sehr verwöhnt, aber manchmal fühlt sich ein fünfter Platz fast wie ein Sieg an“, sagte Zimmermann. „Wir haben wirklich das Maximum aus diesem Rennwochenende herausgeholt.“

Ganz anders erging es der Konkurrenz im Meisterschaftskampf. Der Lamborghini hatte deutlich mehr mit den neuen Bedingungen zu kämpfen und kam nicht über Rang neun hinaus. Auch die bis dahin drittplatzierten Holzem-Brüder blieben weit hinter dem orangenen ifm-BMW von FK Performance Motorsport zurück. Im Gesamtklassement liegen Zimmermann und Fourie nun mit nur einem Punkt Rückstand auf Rang zwei, FK Performance Motorsport behauptet weiterhin die Führung in der Teamwertung. „Wir hätten uns natürlich gewünscht, Tabellenführer zu bleiben und den Vorsprung vielleicht sogar auszubauen“, gibt Zimmermann zu. „So bleibt es aber spannend und die Zuschauer dürfen sich auf weitere packende Rennen freuen.“

Vier Rennen stehen in dieser Saison noch auf dem Programm. Die nächsten beiden werden nach der Sommerpause Anfang September auf dem Salzburgring ausgetragen.

Fotos: Gruppe C Photography