














| 23. September 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Fünf Punkte Vorsprung, noch 56 Zähler zu vergeben und zwei Rennen bis zum möglichen Titel: Tim Zimmermann reist als Tabellenführer des ADAC GT Masters zum Saisonfinale nach Hockenheim. Am 10. und 11. Oktober entscheidet sich dort, ob der Langenargener gemeinsam mit seinem Teamkollegen Leyton Fourie die Meisterschaft feiern darf.
Vier Wochen können ziemlich lang werden. Vor allem dann, wenn man gerade überraschend ein Rennen gewonnen, damit die Tabellenführung übernommen hat und nun auf die beiden wichtigsten Rennen des Jahres wartet. Genau in dieser Situation steckt Tim Zimmermann. Seit seinem Sieg auf dem Salzburgring führt der Langenargener gemeinsam mit seinem Teamkollegen Leyton Fourie die Fahrerwertung des ADAC GT Masters an. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung vor Felix Hirsiger und Finn Zulauf. Am 10. und 11. Oktober fällt auf dem Hockenheimring die Entscheidung um die Meisterschaft.
„Nach so einem Sieg würdest du am liebsten am nächsten Wochenende wieder ins Auto steigen“, sagt Zimmermann. „Wir haben einen Sieg geholt, den eigentlich keiner wirklich geplant hatte – mit einer unglaublichen Teamleistung. Dann willst du diesen Schwung natürlich sofort mitnehmen. Stattdessen liegen vier Wochen dazwischen. Das fühlt sich schon ziemlich lang an.“
Zumal sich diese Zeit im Motorsport nur bedingt mit Training füllen lässt. Einfach in den BMW M4 GT3 Evo steigen und ein paar Runden drehen, ist nicht möglich. Testtage mit einem GT3-Fahrzeug sind aufwendig und vom Veranstalter ausdrücklich reglementiert. Zimmermann hält sich körperlich fit und bereitet sich auf die Strecke vor. Das entscheidende Gefühl für das Auto gibt es aber erst wieder in Hockenheim. Dort wartet ein Finale, das gleich mehrere Geschichten im Gepäck hat. Zimmermann und Fourie bringen ihren BMW als Tabellenführer nach Baden-Württemberg. Die direkten Verfolger Hirsiger und Zulauf sitzen im Lamborghini. Damit wird der Kampf um die Fahrermeisterschaft gleichzeitig zum Duell zweier unterschiedlicher Fahrzeuge und Konzepte.
„Fünf Punkte sind ein Vorsprung, aber bei zwei Rennen noch lange kein Polster, vor allem weil theoretisch noch 56 zu holen sind“, sagt Zimmermann. „Wir haben am Salzburgring gesehen, wie schnell sich die Situation verändern kann. Deshalb bringt es nichts, jetzt groß zu rechnen. Wir müssen in Hockenheim vom ersten Training an funktionieren und unser Wochenende sauber durchziehen.“
Auch für FK Performance Racing steht beim Saisonfinale viel auf dem Spiel. Das Team kämpft ebenfalls um den Titel in der Teamwertung. Aus einem ohnehin entscheidenden Wochenende könnte für die Mannschaft damit ein ganz besonderes werden. Für Zimmermann kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Hockenheim ist für den Langenargener so etwas wie das Heimrennen im Kalender des ADAC GT Masters. Der Weg aus der Bodenseeregion ist vergleichsweise kurz, auf keiner Strecke hat der 30-Jährige so viele Testkilometer absolviert wie in der Kurpfalz – und entsprechend groß dürfte die Unterstützung an der Strecke werden. Familie, Freunde, Fans und Sponsoren werden das Saisonfinale vor Ort zu verfolgen.
„Das macht Hockenheim für mich noch einmal spezieller“, sagt Zimmermann. „Es werden viele Menschen da sein, die mich schon lange begleiten und unterstützen. Natürlich bekommst du das als Fahrer mit. Wenn du weißt, dass Familie, Freunde, Fans und Partner an der Strecke stehen und mitfiebern, ist das etwas Besonderes. Umso schöner wäre es natürlich, ihnen am Sonntag gemeinsam etwas zum Feiern zu geben.“
Foto: Gruppe C Photography
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