Rennsieg und Tabellenführung

Mit einem Rennsieg und einem zweiten Platz am Lausitzring hat Tim Zimmermann seinen Anspruch auf die Meisterschaft im ADAC GT Masters eindrucksvoll untermauert. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Leyton Fourie führt der 29-jährige Pilot von FK Performance Motorsport nun die Gesamtwertung der „Liga der Supersportwagen“ an und sicherte sich am vergangenen Wochenende die Halbzeitmeisterschaft.

Die 30 Grad Außentemperatur und die mehr als 40 Grad heißen Asphaltbedingungen am Lausitzring forderten den Fahrern des ADAC GT Masters am Sonntag alles ab. Tim Zimmermann und Leyton Fourie strahlten nach ihrem souveränen Rennsieg dennoch mit der Sonne um die Wette. „Das war ein großartiger Rennverlauf“, zeigte sich Zimmermann zufrieden. „Das ganze Team hat heute in allen Bereichen hervorragend gearbeitet. Dafür gebührt jedem Beteiligten ein großes Dankeschön.“

Von Startplatz zwei aus ging das deutsch-südafrikanische Fahrerduo ins Rennen und behauptete diese Position bis zum ersten Boxenstopp. Fourie übergab anschließend an Zimmermann, der von frischen Reifen und freier Fahrt profitierte. Runde für Runde verkürzte der erfahrene Deutsche den Rückstand auf den führenden Audi und setzte die Konkurrenz im Fernduell zunehmend unter Druck. Nach dem Fahrerwechsel übernahm Fourie erneut das Steuer und brachte den BMW souverän zum zweiten Saisonsieg ins Ziel.

„Die Strategie war wirklich stark, wir haben uns heute für den richtigen Weg entschieden“, erklärte Zimmermann anschließend. „Ich konnte mein Tempo fahren und den entscheidenden Vorsprung herausarbeiten. Gleichzeitig ist es gelungen, genügend Reifenperformance für Leyton übrig zu lassen. Bei diesen Temperaturen haben die Reifen schließlich sehr schnell nachgelassen.“

Schon am Samstag spielten die Reifen eine entscheidende Rolle. Nach einem kurzen Regenschauer über dem Lausitzring stand für Zimmermann und Fourie, die von Rang drei ins Rennen gingen, sogar ein Wechsel auf profiliertes Reifenmaterial zur Diskussion. Letztlich entschied sich das Team jedoch dagegen und nahm die schwierigen Bedingungen in den ersten Runden in Kauf. „Das war nicht unbedingt einfach, aber ich habe das Auto gut auf der Strecke gehalten. Im Nachhinein hat uns diese Entscheidung definitiv geholfen“, berichtet Zimmermann. Am Ende durfte sich das Duo in einem turbulenten Rennen über Platz zwei freuen.

Den Rückstand von 18 Punkten auf die Tabellenführung machten Zimmermann und Fourie mit diesem nahezu perfekten Rennwochenende wett. Gleichzeitig bauten sie einen Vorsprung von fünf Zählern auf den Lamborghini von Hirsiger und Zulauf auf. Nach sechs von insgesamt zwölf Saisonrennen führen die beiden damit die Gesamtwertung an. Auch FK Performance Motorsport grüßt in der Teamwertung von der Spitze.

„Das ist ein großartiges Gefühl“, freut sich Zimmermann. „Genau dort wollten wir hin. Gleichzeitig wissen wir aber auch, dass es nur eine Momentaufnahme ist und noch eine lange Saison vor uns liegt. Deshalb konzentrieren wir uns voll auf die kommenden Rennen, um unsere Position weiter zu verteidigen.“

Als Gejagte geht es für Zimmermann und Fourie vom 10. bis 12. Juli am Nürburgring weiter.

Fotos: Gruppe C Photography