Hitzeschlacht auf dem Weg zur Halbzeitführung

Am kommenden Wochenende (19. bis 21. Juni) geht das ADAC GT Masters in seine Saisonhalbzeit. Auf dem Lausitzring wird der inoffizielle „Halbzeitmeister“ gekürt – und Tim Zimmermann sowie Leyton Fourie haben beste Chancen, sich diesen inoffiziellen Titel zu sichern. Nach ihrem ersten Saisonsieg im niederländischen Zandvoort fehlen dem Duo 18 Punkte auf die Spitze der Fahrerwertung.

In der Teamwertung führt FK Performance bereits das Klassement an. In der Fahrerwertung liegen Zimmermann und Fourie auf Rang zwei. Der Rückstand auf die Tabellenführer beträgt 18 Punkte. „Das ist eine schöne Momentaufnahme und zeigt, dass das Team in der Saisonvorbereitung einen richtig guten Job gemacht hat“, sagt Zimmermann. „Es sind aber erst vier Rennen gefahren, acht stehen noch aus. Jetzt schon über eine mögliche Meisterschaft zu sprechen, wäre deutlich zu früh.“

Dass die Ambitionen des deutsch-südafrikanischen Fahrerduos berechtigt sind, zeigte vor allem das vergangene Rennwochenende in Zandvoort. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz feierten die beiden BMW-Piloten ihr bislang stärkstes Saisonergebnis. „Vor allem im Rennen waren wir sehr konkurrenzfähig. Das galt auch für den Lauf am Sonntag, bei dem wir trotz Erfolgsballast vorne mitfahren konnten“, erklärt Zimmermann. „Jetzt wird sich zeigen, ob wir diese Leistung auch auf dem Lausitzring bestätigen können.“

Die Strecke in Brandenburg unterscheidet sich dabei deutlich vom traditionsreichen Dünenkurs an der Nordsee. Während in Zandvoort vor allem Mut, Rhythmus und das Vertrauen ins Auto gefragt sind, stehen auf dem Lausitzring Präzision und saubere Bremspunkte im Vordergrund. „Man kann dort auf der Bremse und beim Herausbeschleunigen viel Zeit gewinnen, aber genauso schnell auch verlieren“, erklärt Zimmermann. „Dazu wird das Reifenmanagement bei den vorhergesagten Temperaturen eine wichtige Rolle spielen.“

Zusätzliche Herausforderungen bringt auch das Rennformat mit sich. Statt der üblichen 60-minütigen Sprintrennen werden beide Läufe am Samstag und Sonntag als Endurance-Rennen ausgetragen. Für die Teams bedeutet das zwei Pflichtboxenstopps mit Fahrerwechseln sowie Reifen- und Tankservice. „Das eröffnet deutlich mehr taktische Möglichkeiten“, sagt Zimmermann. „Bis zur letzten Minute kann sich noch etwas verändern. Genau das macht diese Rennen auch für die Zuschauer besonders spannend.“

Die Rennen starten an beiden Tagen um jeweils 15:10 Uhr. Das Sonntagsrennen wird live im Free-TV bei Sport1 zu sehen sein, das Samstagsrennen im Stream bei Joyn, ServusTV On und youtube.com/ADACMotorsports.

Foto: Gruppe C Photography