Starkes Comeback am Sonntag: Zimmermann holt das Maximum aus schwierigem Wochenende

Schwieriger Auftakt auf dem Red Bull Ring: Tim Zimmermann und Leyton Fourie holen im BMW M4 GT3 nach einem durchwachsenen ersten Rennen noch das Maximum aus dem Wochenende heraus. Platz zehn am Samstag, Rang vier am Sonntag – mehr war für das deutsch-südafrikanische Duo unter den aktuellen Bedingungen nicht drin. In der Gesamtwertung liegen die amtierenden Vizemeister nun auf Position sieben und hoffen auf bessere Voraussetzungen bei den kommenden Rennen.

Schon nach dem Qualifying von Zimmermanns Teamkollegen Leyton Fourie war klar: Es würde ein anspruchsvolles Wochenende für alle BMW auf dem Red Bull Ring werden. Das FK-Performance-Auto mit der Startnummer 11 war zwar das beste seiner Marke, lag als Neunter aber dennoch gut eine halbe Sekunde hinter dem Polesetter im Lamborghini. Der Grund dafür: „Uns fehlte auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke einfach zu viel Leistung im Vergleich zur Spitze“, erklärte Zimmermann. „Die Leistungsangleichung der verschiedenen Autos war nicht ganz optimal für die BMW.“

Fourie ging dann auch als erster Fahrer ins Rennen, wurde jedoch in einige Scharmützel im Mittelfeld verwickelt. Auch Zimmermann, der zur Rennhälfte übernahm, konnte sich nicht mehr entscheidend verbessern, da er nach einer Berührung mit einem Konkurrenten eine Fünf-Sekunden-Strafe erhielt. Am Ende kam der M4 im ifm-Orange auf Rang zehn ins Ziel. „Es war das erste Rennen der Saison, dementsprechend viel Chaos war auf der Strecke“, erzählte Zimmermann später. „Wir hätten uns einen anderen Rennverlauf gewünscht, können uns aber auch nicht viel vorwerfen, um ehrlich zu sein.“

Am Sonntagmorgen stieg dann Zimmermann selbst ins Auto, um sich die bestmögliche Ausgangssituation für den zweiten Lauf in Spielberg zu sichern – und dieses Mal lief es etwas besser für das deutsch-südafrikanische Duo. Zwar musste sich Zimmermann erneut zwei starken Porsche und einem Lamborghini geschlagen geben, stellte seinen BMW aber auf den vierten Startplatz. Im Rennen hielt der 29-Jährige diese Position, die Fourie schließlich auch über die Ziellinie brachte. „Wir waren froh, dass wir ein gutes Polster auf die Konkurrenz hinter uns hatten“, sagte Zimmermann. „Nach vorne war aber einfach nicht mehr drin, damit mussten wir uns abfinden.“

Nach zwei von insgesamt zwölf Läufen im ADAC GT Masters stehen die Vizemeister der Vorsaison nun mit 20 Punkten auf dem siebten Platz in der Gesamtwertung. „Es war kein Start nach Maß, aber wir sind am Ende mit dem Ergebnis zufrieden, da einfach nicht mehr drin war“, fasst Zimmermann zusammen. „Der vierte Platz war an diesem Wochenende das Maximum. Wir hoffen jetzt, dass die Leistungsangleichung in den kommenden Rennen etwas mehr zu unseren Gunsten ausfällt und wir um den Rennsieg mitfahren können. Das Team hat definitiv einen super Job gemacht und hätte sich das verdient.“

Die „Liga der Supersportwagen“ geht nun in eine vierwöchige Pause. Den nächsten Angriff auf das Treppchen im ADAC GT Masters kann Zimmermann ab dem 22. Mai im niederländischen Zandvoort starten.

Fotos: Gruppe C Photography