ADAC GT MASTERS
Sachsenring
Lockerungen und Hoffnung für Tim Zimmermann

Das ADAC GT Masters geht am kommenden Wochenende (14. bis 16. August) in die zweite Runde. Auch der Langenargener Tim Zimmermann geht mit dem Team Grasser Racing am Nürburgring auf Punktejagd. Dabei werden vor allem diverse Gäste an der Strecke eine Rolle spielen. Einer von ihnen soll für Tim Zimmermann unvergessliche Momente mit der Kamera festhalten.

Das ADAC GT Masters öffnet sich ein wenig in Richtung Öffentlichkeit. Am kommenden Wochenende werden 5000 Zuschauer am Nürburgring zugelassen. Zwei Wochen zuvor in der Lausitz war das noch nicht erlaubt. Bei den 5000 Auserwählten handelt es jetzt primär um Angehörige und enge Vertraute der Fahrer aus den verschiedenen Rennserien. Tim Zimmermann wird mit fünf Gästen in die Eifel fahren. „Wir schauen uns das erst einmal an und sehen, was tatsächlich erlaubt ist und welche Restriktionen es noch gibt“, erzählt Zimmermann. „Dann können wir hoffentlich im weiteren Saisonverlauf auch zumindest meine Partner wieder mit an die Rennstrecke nehmen.“

Ein weiterer Gast prominenter Natur hatte sich ebenfalls für das Wochenende angekündigt. Nico Hülkenberg wollte ursprünglich einen Gaststartim ADAC GT Masters geben. Ob es den nach Hülkenbergs überraschendem Formel-1-Comeback mit Racing Point nun tatsächlich geben wird, ist derzeit noch offen. Hülkenberg wäre aber zumindest – wie Zimmermann – mit einem Lamborghini Huracan GT3 an den Start gegangen. „Der Nürburgring sollte dem Lamborghini etwas besser liegen als der Lausitzring zuvor“, so Zimmermann, der in dem Auto unterwegs ist, das die meiste Gewichtszuladung zu bewältigen hat. „Wir sind mit der Balance of Performance noch nicht richtig zufrieden. Aber hier sollten wir bessere Karten haben.“

Das Ziel sollte es sein, wie schon vor zwei Wochen, in die Punkte zu fahren. „Wenn im Qualifying ein bisschen mehr geht als zuletzt“, schätzt der 23-Jährige seine Chancen ein. „Dann ist es auch im Rennen möglich, vorne mitzuhalten.“ Schließlich war Zimmermann mit seinem Grasser-Racing-Auto als 23. des Zeittrainings nur rund eine halbe Sekunde von der Zeit des Spitzenreiters entfernt. Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, war zwar noch nie mit einem GT-Auto auf dem „Ring“ unterwegs, aber das stört ihn wenig. „Wir haben schon am Donnerstag die Zeit, zu testen“, sagt er. „Das dürfte ausreichen, um die Strecke optimal ausnutzen zu können.“

Beide Rennen am Samstag und Sonntag (beide ab 13 Uhr) werden wieder live bei SPORT1 übertragen. Zusätzlich hat sich Tim Zimmermann ein weiteres Angebot für seine Fans und Partner überlegt. Rund um die Uhr wird ihn ein Fotograf aus Ravensburg begleiten, der Eindrücke von hinter den Kulissen liefert. „Es ist immer spannend, solche Bilder zu bekommen“, weiß Zimmermann. „Unter dem Eindruck dieser Pandemie ist es aber vielleicht noch ein kleines Stück interessanter.“ Auf jeden Fall wird Zimmermann durch diese Bilder besondere Erinnerungen an eine äußerst besondere Saison erhalten.

Foto: Axel Weichert