ADAC GT MASTERS
Lausitzring
Zimmermann punktet und klettert in der Gesamtwertung

Ein vierter Platz zum Abschluss des ADAC-Formel-4-Wochenendes (3. bis 5. Juli) am Eurospeedway in der Lausitz spült den Langenargener Tim Zimmermann zur Mitte der Saison auf den siebten Gesamtrang. Nach guter Leistung im Qualifying hatte sich der 18-jährige mit den Startplätzen vier und fünf zwar mehr vom Wochenende versprochen, zeigte sich am Ende allerdings versöhnlich: Der Speed stimmt, wir müssen diese Leistung jetzt nur noch in Punkte umsetzen.

Als Tim Zimmermann am Sonntagmittag (5. Juli) aus seinem Auto stieg, war ihm die Erleichterug im Gesicht anzusehen. Einerseits war der 18-jährige sichtlich froh, bei fast 40 Grad Außentemperatur seinen Rennanzug und seinen Helm in die Ecke stellen zu können. Andererseits belohnte sich der Langenargener mit dem vierten Platz in Rennen drei selbst für seine Leistung am Wochenende. Es ist so jetzt zwar kein Podium geworden, sagt Zimmermann. Allerdings ist es mir endlich gelungen, aus dem Speed auch ein zählbares Ergebnis zu machen.

Schon im Qualifyiing am Freitagnachmittag war der Neuhauser-Racing-Pilot vorne mit dabei. In seiner Trainingsgruppe fuhr Zimmermann die drittschnellste Zeit und sicherte sich damit die Startpositionen vier und fünf in den ersten beiden Rennen. Nach durchwachsenen Zeiten im Training ein Ergebnis der guten Arbeit im Team. Wir haben zusammen ein paar Zehntel gefunden und diese Erkenntnis dann auch sehr gut m Zeittraining umgesetzt, so Zimmermann. Die Ausgangsposition für die Rennen war wirklich prima. 

Und dieser Trend sollte sich zumindest kurzzeitig fortsetzen. Gleich am Start des ersten Rennens am Samstag (4. Juli) setzte sich der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy auf Rang drei, kam dann allerdings auf dreckiger Strecke in Schwierigkeiten und fiel auf Rang sieben zurück. Beim Versuch sich wieder nach vorne zu kämpfen  kamen sich schließlich Zimmermann und der Australier Joey Mawson in die Quere. Mawsons Heck brach aus und drehte Zimmermann ins Gras. Der 18-jährige schaffte es schließlich wieder zurück auf die Strecke, aber mit Platz 12 nicht mehr in die Punkte. Von Platz drei mit diesen beiden unglücklichen Situationen aus den Punkten zu rutschen hat mich wirklich geärgert, so der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. Vor allem, weil ich eben ohne Zwischenfälle vorn mit dabei gewesen wäre. 

Im zweiten Rennen ging Tim Zimmermann von der fünften Startposition ins Rennen und machte schnell großen Druck auf Rookie Mike Ortmann vor ihm. Der Lokalmatador verteidigte seine Position allerdings tapfer bis ins Ziel und Zimmermann fiel nach einer Safety-Car-Phase dann sogar auf Rang sieben zurück. Wäre ich an Mike vorbeigekommen, wäre es wahrscheinlich auch noch ein Stückchen nach vorn gegangen, sagt Zimmermann. Mike hat aber auch einfach das ganze Wochenende einen tollen Job gemacht und ist nicht umsonst der beste Rookie der Formel 4. 

Seine Qualität bewies Tim Zimmermann dann im dritten Rennen. Von Platz 12 ging es gleich am Start nach vorne und schnell war der Langenargener auf Rang fünf und in Schlagdistanz zur Spitze. Wieder war es Ortmann, mit dem er dann um den vierten Rang kämpfte. Eine turbulente Schlussphase und eine Safety-Car-Phase später war es diesmal aber Tim Zimmermann, der als Gewinner dieses Duells hervorging. 12 Punkte waren dabei der Lohn und eine Verbesserung  in der Gesamtwertung von Rang neun auf sieben, punktgleich mit dem sechsten Platz. Jetzt ist erst einmal Halbzeitpause und dann geht es in sechs Wochen am Nürburgring weiter, gibt sich Zimmermann optimistisch. Für die zweite Saisonhälfte ist noch alles drin. Der Speed stimmt, wir müssen diese Leistung jetzt nur noch in Punkte umsetzen.