ADAC GT MASTERS
Lausitzring
Zimmermann zu Besuch bei Aral

Kurz vor Ende des zweiten Wertungszeitraums haben die Verantwortlichen der „Deutsche Post Speed Academy“ die sieben Kandidaten um den Langenargener Tim Zimmermann zum zweiten Workshop der Saison nach Bochum eingeladen. Dort waren die Förderpiloten beim Mineralriesen Aral zu Besuch und blickten hinter die Kulissen von Kraftstoffen und Additiven

Von seinem Rennfahrzeug am vergangen Sonntagabend stieg Tim Zimmermann direkt in seinen privaten PKW und machte sich auf nach Bochum. Dort wartete die „Deutsche Post Speed Academy“ auf ihn, zum zweiten Workshop der Saison beim Minerölriesen Aral. Etwa 25 Liter Diesel verbrauchte sein Auto auf dem Weg von Belgien in den Ruhrpott. Seit diesem Workshop weiß der 18-jährige, dass jeder Tropfen dieser 25 Liter aus über 400 Bestandteilen besteht und Kraftstoff nicht gleich Kraftstoff ist. „Die Mechaniker füllen eben Sprit in Deinen Tank oder Du gehst privat einfach zur Tankstelle“, sagt Zimmermann. „Was da alles dahintersteckt ist schon echt beeindruckend.“

Aral-Ingenieur Thomas Bartsch führte die sieben Kandidaten der „Speed Academy“ durch die Labore des Mineralölriesen. Hier forschen Bartsch und seine Kollegen an verschiedenen Zusätzen für den Kraftstoff. Sowohl für die Autofahrer als auch für den Motorsport. „Da spielen verschiedene Zusätze zusammen, damit der Motor beispielsweise sauber verbrennt oder sparsamer ist“, so Zimmermann. „Und auch die Oktanzahl spielt eine Rolle für die Leistung, die man mit dem Motor aus dem Kraftstoff rauskitzeln kann.“

Die Aromaten und Aliphaten – chemische Verbindungen, die Aral im übrigen seinen Namen verdankt und die bei der Herstellung von Kraftstoff eine große Rolle spielen – sind also spätestens seit diesem Workshop auch im Vokabular der Kandidaten der „Deutsche Post Speed Academy“ angekommen. „Es ist für einen Rennfahrer sicher nicht schlecht zu wissen, was einen da auf der Strecke antreibt“, sagt Zimmermann und führt schmunzelnd hinzu: „Da werde ich meinen Mechanikern nächste Woche vielleicht einen kleinen Vortrag dazu halten“.

Am 3. Juli hat Zimmermann dazu die Möglichkeit. Dann ist er zum vierten Rennwochenende der ADAC Formel 4 auf dem Lausitzring unterwegs.