ADAC GT MASTERS
Lausitzring
Vorschau Europameisterschaft Genk (B)

Den Einzug ins Finale der Kart-Europameisterschaften in Wackersdorf (Bayern) im Mai hat der Langenargener Motorsportler Tim Zimmermann denkbar knapp verpasst. Jetzt will der 16-jährige beim zweiten Lauf der EM im belgischen Genk (27. – 30. Juni 2013) angreifen und steckt sich ein hohes Ziel: Zimmermann möchte unter die Top 20 der Kart-Königsklasse fahren. Die Voraussetzungen dafür könnten eigentlich kaum besser sein. Zimmermann will sich mit freiem Kopf und Werksunterstützung beim zweiten und letzten Rennen der EM-Serie weiter im Klassement nach vorne arbeiten.

Nur vier Plätze weiter vorne hätte der Langenargener Tim Zimmermann Ende Mai beim Prefinale der Kart-Europameisterschaften in Wackersdorf die Zielflagge sehen müssen, dann wäre er ins Finale eingezogen und hätte sein persönliches Ziel erreicht. Ein Fahrfehler bei einem Überholvorgang machte diese Pläne allerdings zunichte. Als 21. kam der 16-jährige ins Ziel, musste das Rennen der Besten als Zuschauer verfolgen und war doch mit seinem Rennwochenende zufrieden: „Mit meinen Zeiten war ich unter den ersten zwanzig Fahrern. Das ist schon ein großer Fortschritt.“ Und genau den will der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport nun auch beim zweiten Lauf der Kart-Europameisterschaften kommendes Wochenende im belgischen Genk sehen.

 

„Die Strecke liegt mir richtig gut“, erinnert sich Zimmermann an das Rennen im vergangen Jahr. „Die langgezogen Kurven in Genk sind genau mein Ding.“ Und dass diese Vorfreude nicht unbegründet ist, beweisen die Ergebnisse aus dem Jahr 2012. Zimmermann konnte in Genk ein Rennen gewinnen, er wurde am Ende der Saison als bester Nachwuchsfahrer in der KF-Klasse ausgezeichnet. 2013 hat Zimmermann nun die Klasse gewechselt. Er startet in der Schalterklasse KZ und spürt diesen Umstieg deutlich. „Vergangenes Jahr waren alle Fahrer etwa in meinem Alter. Dieses Jahr fahre ich gegen Konkurrenten, die teilweise schon im Kart saßen als ich gerade einmal auf der Welt war.“

Eine Hand voll Rennen hat Tim Zimmermann in seinem neuen Kart jetzt abgespult. Sein Gefühl für das neue Gefährt wird von Mal zu Mal besser. „Die Linienwahl im Schaltkart ist schon anders als in der KF-Klasse. Außerdem muss ich ganz anders Gas geben und die Starts sind auch eine ganz andere Liga.“ Und genau daran hat der 16-jährige gearbeitet. „Es geht immer besser – in den Vorläufen in Wackersdorf war ich sogar vier Mal unter den besten Zehn.“

Seit Mitte der Woche trainiert Zimmermann schon auf der EM-Strecke in Genk. Dieses Mal wird er nicht von seinem Privatteam begleitet, sondern darf für das Werksteam von ART starten – auch eine Anerkennung der Leistung des deutschen Motorsportlers. „Die haben einfach einen riesigen Erfahrungsschatz und können eben doch noch ein bisschen mehr aus dem Kart rauskitzeln.“ Dabei geht es um Hundertstel und Tausendstel, die am Ende vielleicht über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Zu den technischen Voraussetzungen kommt dann auch noch, dass der 16-jährige dieses Mal ohne Schulbücher zu einem Rennen fahren kann. „Meinen Realschulabschluss habe ich geschafft“, freut sich Zimmermann. Bis zu seinem Ausbildungsbeginn im Herbst gilt seine ganze Konzentration jetzt dem Sport. Am kommenden Rennwochenende soll sich dieses Engagement dann im Finale auszahlen. Zimmermann will unter die besten zwanzig fahren und sich damit in der Weltspitze etablieren. „Vielleicht ist sogar noch mehr drin“, zeigt sich der Langenargener angriffslustig. Die Leistungskurve zeigt jedenfalls ganz steil nach oben.