ADAC GT MASTERS
Lausitzring
Tim Zimmermann zieht in Hoffnungslauf ein

Nach einer unglaublichen Pechsträhne am zweiten Renntag bei der inoffiziellen Kart-Europameisterschaft, dem Wintercup in Lonato am südlichen Gardasee, konnte der Langenarger Tim Zimmermann in seinem letzten Qualifikationsrennen am Samstag zumindest noch sein persönliches Minimalziel erreichen. Der 16-jährige Kartsportler erreichte mit einem 19. Platz den Hoffnungslauf am Sonntag und wahrt damit die Chance auf den Einzug ins Finale der für ihn neuen KZ2-Klasse.

Eigentlich wechseln Kart-Sportler Ihre Handschuhe jedes halbe Jahr. Dann lässt der Grip nach und die Fahrer rutschen vom Lenkrad ab. Manchmal muss so ein Wechsel aber auch in kürzeren Abständen erfolgen, auch wenn es einfach nur gut für die Psyche ist. Tim Zimmermann tat genau dies: für den dritten Renntag wechselte er seine Rennhandschuhe. Und siehe da – plötzlich lief es. „Ich war im Warm Up heute Morgen schon schneller als das ganze Wochenende zuvor“, freute sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. „Die Pechsträhne ist jetzt hoffentlich endlich vorbei“.

Ob es an den neuen Handschuhen lag – das bleibt das Geheimnis von Zimmermann. Sicher ist aber, dass der 16-jährige Langenargener und sein Kart am Samstag endlich rund liefen. In seinem einzigen Lauf am Samstag und gleichzeitig dem letzten Qualifikationslauf am Wochenende rief Tim Zimmermann seine Leistung in der für ihn neuen KZ2-Klasse ab. „Auf Grund meines Plattfußes im Qualifying musste ich wieder vom letzten Platz ins Rennen gehen“, haderte der 16-jährige mit seiner Pechsträhne am Freitag. „Ich habe aber rausgeholt was möglich war.“ In diesem Fall bedeutete das: Tim Zimmermann verbesserte sich von Platz 33 auf den 19. Rang.

Einen erhofften Platz im Finale bekommt der Langenargener damit noch nicht. Über Umwege ist der Einzug in den Lauf der besten 34 Fahrer Europas aber noch möglich. „Geplant war das nicht. Jetzt muss ich eben meine Chance über den Hoffnungslauf nutzen“, so Zimmermann. 34 Fahrer treten am Sonntagmorgen gegeneinander an, die ersten sechs ziehen auf den letzten Drücker in die Finalläufe ein. Optimal sind die Voraussetzungen nicht. Denn wegen des Ausfalls von Samstag startet Zimmermann im Hoffnungslauf von einem Platz aus dem Mittelfeld. Mehr als zehn Fahrer muss der 16-jährige in 15 Runden überholen. „Leicht wird das sicher nicht, aber zu schaffen ist es, wie man heute gesehen hat“, gibt sich Tim Zimmermann optimistisch.

Bereits am Nachmittag war für Zimmermann der Renntag beendet, sodass ihm immerhin ein wenig Zeit zur Erholung bleibt. „Vier Renntage am Stück sind schon ziemlich anstrengend“, so der Langenargener. „Ich kann mich jetzt abseits der Strecke voll auf den Finaltag konzentrieren. Seine neuen Handschuhe kommen dann am Sonntagmorgen wieder zum Einsatz. Wenn alles nach Plan läuft, wird er diese drei Mal, bis ins Finale, anziehen.

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