ADAC GT MASTERS
Lausitzring
Tim Zimmermann: „Kartsport total“ in Wackersdorf

Der dritte Saisonlauf zur Deutschen Junioren Kart Meisterschaft im bayerischen Wackersdorf war trotz durchwachsener Witterung eine tolle Werbung für den Kartsport.

Die internationale Elite bot eine hoch spektakuläre Show, die jedes Formel-1 Rennen zur langweiligen „Lichterprozession“ degradierte. Die „jungen Wilden“ waren zur Saisonhalbzeit bis in die Haarspitzen motiviert und witterungstechnische Besonderheiten machten die Rennveranstaltung zu einem Highlight für jeden Motorsport-Fan.

Bereits im Zeittraining waren die Nerven bis zum Zerreißen angespannt. Abtrocknende Streckenverhältnisse machten lediglich in den letzten Minuten des Qualifyings eine schnelle Rundenzeit möglich und der Langenargener Kartsportler Tim Zimmermann musste sich zu Beginn des Trainings vorerst in Geduld üben. Auf dem letzten Drücker ging der RS Motorsport Junior auf die Strecke und zauberte die zehntschnellste Rundenzeit in den immer trockener werdenden Asphalt.

Mit einem achten Platz im ersten Heat war der ADAC Württemberg Förderpilot ganz vorne dabei, musste aber nach einem unverschuldeten Unfall im zweiten Vorlauf vorzeitig die Segel streichen. Tim qualifizierte sich letztendlich für die 25. Startposition für den sonntäglichen Sprint.
Auch hier ging es im 34 Teilnehmer starken Feld richtig zur Sache. Den Zuschauern stockte der Atem und Tim Zimmermann war „mittendrin statt nur dabei“. In zahlreiche Zweikämpfe verwickelt kämpfte der Dreizehnjährige wie ein Löwe, konnte sich nach diversen Rangeleien allerdings nur bis zur 24. Position nach vorne arbeiten.

Der Focus lag nun beim auf 21 Runden angesetzten Finale. Bereits beim Start kam es zu diversen Rangeleien und als Zuschauer hatte man Mühe, den Geschehnissen auf der Strecke folgen zu können. Um jede Position wurde hart gefightet und manch einer der Konkurrenten drehte sich ins Aus, nahm das Rennen wieder auf, nur um kurze Zeit später wieder in eine „Rauferei“ verstrickt zu sein. Die 13 bis 15-jährigen KF3 Piloten zogen alle Register ihres Könnens und auch Tim Zimmermann glänzte mit einem kompromisslosen Durchsetzungsvermögen. Beim Fallen der Zielflagge lag er auf der 15. Position und konnte sich über seine ersten zwei Meisterschaftspunkte im ranghöchsten deutschen Junioren Kartsport Prädikat freuen.