FRD LMP3 Serie
SHANGHAI
Jens Baron

Der 16-jährige Kartsportler Tim Zimmermann aus Langenargen hat einen neuen Fitnesstrainer. Zusammen mit dem Langenargener Physiotherapeuten Jens Baron arbeitet Zimmermann drei bis vier Mal in der Woche an seiner körperlichen Fitness. Wichtig für ihn als Motorsportler sind dabei vor allem die Balance zwischen Kraft und körperlicher Ausdauer.

Einmal noch die Zähne zusammenbeißen und die letzten drei Wiederholungen mit dem Theraband durchziehen. Dann hat es der Langenargener Kartsportler Tim Zimmermann für diesen Tag geschafft. Statt Helm und Rennanzug trägt der 16-jährige unter der Woche regelmäßig Turnschuhe und Sporthose. Zusammen mit seinem neuen Fitnesstrainer Jens Baron schwitzt der Langenargener für seine körperliche Fitness. „Mit den Übungen wird Tim natürlich kein besserer Rennfahrer“, sagt Physiotherapeut Baron. „Aber durch die Fitness legen wir eine wichtige Basis, damit Tim seine Ziele erreichen kann.“

Und diese Ziele sind hoch: Der 16-jährige möchte in den bezahlten Motorsport und dieser Traum braucht ein möglichst professionelles Umfeld. Mit Jens Baron hat Tim Zimmermann jetzt einen weiteren Baustein in Richtung Erfolg hinzugefügt. „Wir haben erst zwei Wochen ausprobiert, ob Jens und ich zusammenpassen“, sagt er, und schnell war klar: „Jens versteht, was ein Kartsportler braucht und bereitet mich super auf die Rennen vor.“

„Dabei ist diese Vorbereitung gar nicht so einfach“, weiß der 41-jährige Baron. Er bewegt sich beim Training mit Zimmermann auf einem schmalen Grat. „Tim braucht eine starke Nacken- und Schultermuskulatur, auch der Rumpf und die Arme sind sehr wichtig. Allerdings darf er nicht zu viel Muskelmasse aufbauen. Denn die Figur eines Bodybuilders wäre in den engen Cockpits eher nicht so optimal.“ Deshalb steht Baron beim Training auch immer in Tims Nähe. Er korrigiert den 16-jährigen und hilft ihm, die richtige Balance zwischen Kraft und Ausdauer zu finden.

Der geborene Thüringer Baron setzt dafür seine ganze Erfahrung ein. 2006 kam er an den Bodensee, seit 2012 betreibt er seine eigene Praxis in Langenargen und mit Sportlern hat er Erfahrung. Ein Kart-Fahrer war allerdings noch nicht dabei. „Tim muss im Kart wahnsinnige G-Kräfte aushalten“, beschreibt der 41-jährige die Hauptbelastung seines Schützlings. „Entscheidend ist dabei nicht, dass er die ersten Runden noch fit ist, sondern dass Tim auch nach einem harten Rennwochenende keine körperlichen Probleme bekommt.“ Dabei denken Sportler und Trainer allerdings nicht nur an die Gegenwart, sondern auch an die Zukunft. In der kommenden Saison will Zimmermann dann vom Kart- in den Formelsport umsteigen.

Drei bis vier Mal in der Woche trainiert Tim Zimmermann jetzt in der Praxis von Jens Baron und arbeitet an seiner Kraftausdauer und Koordination. „Die Chemie zwischen uns beiden stimmt definitiv“, freut sich der 16-jährige Förderpilot der ADAC Stiftung Sport. „Wir lachen viel beim Training und haben echt Spaß.“ Und die Zusammenarbeit hat auch organisatorische Vorteile. Auch das ist für einen 16-jährigen, der parallel an Realschulabschluss und Motorsportkarriere bastelt, nicht ganz unerheblich. „Von uns zu Hause bis zu Jens sinds zu Fuß gerade mal 100 Meter.“